Vilbeler Wasser - Mehr als H²O

Gottesdienst vom Freitag, 6. Juni 2014

Am vergangenen Freitag, dem 6. Juni bot sich Spaziergängern an der Nidda am Römerbrunnen ein ungewöhnliches Bild: Eine Gruppe von rund 60 Jugendlichen und jungen Erwachsenen hatte sich auf Bierzeltbänken zusammen gefunden und lauschte gespannt. Es waren die Besucher des Bad Vilbeler Jugendgottesdienstes Crossroad, der diesmal, getreu dem Motto "Mehr als H20 – Vilbeler Wasser", wieder einmal an einem besonderen Ort stattfand. Am Römerbrunnen, direkt an der Nidda und im Angesicht der großen Hassia-Abfüllhallen sollte sich alles um das Thema Wasser drehen. Sehr gut integrierte sich der Gottesdienst auch in das Bad Vilbeler Quellenfest an diesem Pfingstwochenende.

Die Moderatorinnen Charlotte Adolphs und Felicitas Hoppe begrüßten die Gottesdienstteilnehmer mit einer Umfrage: Die Besucher sollten schätzen, wie viel Wasser ein Inder, ein Deutscher und ein Amerikaner im Durchschnitt alltäglich verbraucht. Die Ergebnisse waren zwar nicht überraschend, aber trotzdem beeindruckend: ein Inder 25 Liter, deutscher 122 Liter und ein Amerikaner 295 Liter. Das Theater, welches diesmal von acht Leuten – Florian Zorbach, Elisa Hübner, Klaus Neumeier, Tabea Schupan, Ilka Nising, Anne Nising, Frida Donat und Julian Hübner - gespielt wurde, demonstrierte, für was Wasser alles verwendet werden konnte. Die Besucher wurden mit in die Vilbeler Vergangenheit genommen und erlebten, wie zum ersten Mal Minderalwasser gebohrt wurde. Aber wofür sollte es verwendet werden? Als Heilwasser, für eine Rosenzucht, zum Taufen, zum Verkauf oder einfach zum Waschen? Wasser kann vielseitig verwendet werden und es ist vor allem auch lebensnotwendig. Das wurde auch in der Predigt deutlich.

Jo Schlüter ist hauptamtlicher Jugendleiter im Evangelischen Jugendwerk Hessen und leitet dort die Heliand Pfadfinderschaft. Als Gast hielt er diesmal die Predigt und eröffnete mit der Frage: "Hattet ihr schon mal wirklich richtig Durst?" Es meldeten sich nur wenige. Er erzählte von einer eigenen Geschichte. Aber meist sei richtiger Durst für uns heutzutage beinahe unvorstellbar. Aber auch wenn wir den Durst nach Wasser nicht mehr so spürten, so würden wir doch einen anderen Durst kennen, nämlich den Durst, dass das Leben etwas bringe. Werbung zeige uns, was angeblich glücklich mache. "Was bietet uns das Leben? Party? Smartphones? Soziale Netzwerke? Oder doch Freundschaft und Familie?" Jeder von uns, so Jo Schlüter, spüre in seinem Leben diesen Durst nach Liebe. Dieser Durst sei auch eine Sehnsucht nach einer Beziehung mit Gott, die wir unser ganzes Lebens lang hätten. "Jeder sehnt sich danach, bedingungslos angenommen und geliebt zu werden. Diese Sehnsucht, diesen Durst kann nur Jesus stillen." Jesus sei die Quelle unseres Lebens, aber dafür müssten wir für Jesus in unserem Leben Platz machen und mit ihm Kontakt bleiben, denn wie jede Freundschaft brauche auch diese "Offenheit, Zeit und Aufmerksamkeit."

Nach einigen weiteren Liedern, die wie alle Lieder des Gottesdienstes von Max Hoffmann (Cachon), Annika Küss (Gesang) und Klaus Neumeier (Gitarre) begleitet wurden, endete der Gottesdienst und Würstchen und Getränke warteten auf die Besucher.

Der nächste Crossroad findet nach den Sommerferien am 26.09.14 mit dem Thema "PANIK - Ich zieh’s durch" in der Ev. Christuskirche im Grünen Weg statt.

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